Technische Daten
Abfahrt: Corbara
Ankunft: Alviano
Länge: 18,4km
Höhenunterschied: 250m
Schwierigkeitsgrad: leicht
Straßenbelag: Asphalt, unbefestigt
Empfohlenes Rad: Tourenrad, MTB
Sehenswertes in dieser Gegend: Corbara-See, Corbara, Baschi, Alviano, Naturoase Alviano, Guardea.
Die letzte Etappe unserer Radreise beginnt mit einem bezaubernden
und eindrucksvollen Streckenabschnitt am Fuß des Staudamms von
Corbara, der uns zum linken Flussufer bringt, wo wir dann bis zum
Ende der Route bleiben werden.
Die letzte Route führt von Corbara nach Alviano und ist nicht nur die kürzeste,
sondern auch die leichteste der hier vorgeschlagenen Touren. Sie ist nur 18,4
Kilometer lang und die zu überwindenden kurzen Steigungen sind nicht sehr
anstrengend: Perfekt, um unsere Radreise ganz geruhsam zu beenden, vor allem
nach der anspruchsvollen Strecke des Vortages.
Nachdem wir durch die Unterführung des Staudamms und über den Tiber gefahren
sind, biegen wir bei Kilometer 1,2 rechts auf die staatliche Landstraße SS448 ab, auf
der wegen des Verkehrs besondere Vorsicht geboten ist.
Bei Kilometer 3,1 wenden wir uns nach rechts in Richtung Orvieto, biegen gleich
nach Überquerung der Autobahnbrücke über der A1 mit einer 180°-Wendung erneut
rechts ab und schlagen einen recht holprigen unbefestigten Weg ein. Bei Kilometer
4,1 durchqueren wir eine kleine Furt und müssen sofort anschließend einen
kurzen, aber sehr harten und aufgrund des unebenen Untergrundes schwierigen
Anstieg bewältigen: Die weniger trainierten Radler werden diesen Abschnitt zu Fuß
zurücklegen müssen. Die Steigung endet bei Kilometer 4,7 und der unbefestigte Weg mündet jetzt wieder in die Provinzstraße nach Baschi ein. Wer den schwierigen
Abschnitt bei Kilometer 3,1 vermeiden möchte, kann links abbiegen und auf der
asphaltierten Straße in Richtung Baschi weiterfahren.
Bei Kilometer 5,8 kommen wir in Baschi an, wo wir über den Platz und dann links
bergab radeln. Am Ende der Abfahrt (km 6,2) wenden wir uns erneut nach links,
nehmen die asphaltierte Straße und fahren rechts in Richtung Alviano weiter.
Jetzt halten wir uns immer rechts und folgen dem Lauf des Tibers bis Kilometer
13,2, wo wir links in Richtung Naturoase Alviano abbiegen.
Nach 200m wenden wir uns nach links, radeln auf einer steilen Pflasterstraße
bergab und folgen den Hinweisschildern zum Radweg. Gleich nach Überquerung
der Bahnlinie halten wir uns links und kommen auf den Radweg.
Der Weg verläuft entlang der Bahnlinie und eröffnet uns einen wunderschönen Blick
auf das gesamte unterhalb liegende Seegebiet von Alviano; einige anspruchsvolle
Abschnitte, besonders bei Kilometer 15,7, erfordern jedoch unsere besondere
Aufmerksamkeit.
Am Ende des Radwegs radeln wir auf der asphaltierten Straße geradeaus weiter,
bis wir die Kreuzung mit der Hauptstraße (km 17,8) erreichen, wo wir dann links in
Richtung Alviano abbiegen.
Bei Kilometer 18,4 kommen wir in Alviano Stazione an, wo unsere lange Radreise
endet. Hier kann man entweder rechts abbiegen und über einen steilen Anstieg die
eindrucksvolle Burg von Alviano erreichen, oder in Richtung Süden weiterfahren und
dem Lauf des Tibers bis zur Grenze mit der Region Latium folgen.
Sehenswertes
Charakteristisches Element dieser
letzten Etappe ist die Naturoase
Alviano: Das 500 Hektar große
Feuchtgebiet entstand durch den Bau
eines künstlichen Staudamms im
Jahr 1963. 150 verschiedene Arten
von Wanderwasservögeln, darunter
so seltene Arten wie der Kranich
und der Fischadler, wählten den See
von Alviano mit seinen Sumpf- und
Moorgebieten zu ihrem Fortpflanzungs- und Rastort. Nachdem der Fluss
den von rechts einmündenden
Paglia aufgenommen hat, gönnt er
sich in der Naturoase Alviano eine
Ruhepause. Der WWF verwaltet
dieses Naturschutzgebiet und legte
hier Naturpfade an, um die Flora und
Fauna dieses Ortes ganz aus der Nähe
beobachten zu können. Ausgezeichnete
Beobachtungspunkte sind auch die
Birdwatching-Ansitzhütten, von denen
man die verschiedenen Vögel, darunter
Rohrdommeln, Reiher, Wasserhühner,
Fischadler, Rohrweihen, Kormorane
und Blässhühner bewundern kann.
Links wird der See von der Burg von
Alviano überragt, die Ende des 15.
Jh. auf Wunsch des Söldnerführers
Bartolomeo d´Alviano errichtet wurde.
Kurz vor Alviano führt die Route durch
Baschi, ein Dorf etruskisch-römischen
Ursprungs, das von der Höhe eines
felsigen Vorsprungs das unterhalb
liegende Tal beherrscht. Neben dem
charakteristischen historischen Ortskern
lohnt sich auch die Besichtigung der
Nekropole Fosso San Lorenzo, die
in den Gemeinden Montecchio und
Baschi liegt: Der auf den Zeitraum
zwischen dem 6. und 4. Jh.v.Chr.
datierte Komplex mit ca. dreitausend
Gräbern erstreckt sich entlang dem
Wildbach San Lorenzo, ein kleiner
Nebenfluss links vom Tiber. Zur
Besichtigung der Nekropole gehört
auch der Besuch des Antiquariums
Tenaglie (Montecchio), in dem
einige komplette Grabausstattungen
ausgestellt sind.
Zwischen Baschi und Alviano kann man
die Dörfer Montecchio und Guardea
erkennen, die auf Hügeln links des
Tibers liegen. Bevor der Fluss in Latium
eintritt, durchquert er hinter Alviano
noch die Gebiete der antiken Dörfer
Lugnano in Teverina, Attigliano, Giove,
Penna in Teverina und Otricoli, die über
eine reiche Geschichte und großen
Charme verfügen.