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Etappe 08


von Corbara nach Alviano
Corbara-See, Corbara, Baschi, Alviano, Naturoase Alviano, Guardea

Technische Daten

Abfahrt: Corbara
Ankunft: Alviano
Länge: 18,4km
Höhenunterschied: 250m
Schwierigkeitsgrad: leicht
Straßenbelag: Asphalt, unbefestigt
Empfohlenes Rad: Tourenrad, MTB
Sehenswertes in dieser Gegend: Corbara-See, Corbara, Baschi, Alviano, Naturoase Alviano, Guardea.

Die letzte Etappe unserer Radreise beginnt mit einem bezaubernden und eindrucksvollen Streckenabschnitt am Fuß des Staudamms von Corbara, der uns zum linken Flussufer bringt, wo wir dann bis zum Ende der Route bleiben werden.

Die letzte Route führt von Corbara nach Alviano und ist nicht nur die kürzeste, sondern auch die leichteste der hier vorgeschlagenen Touren. Sie ist nur 18,4 Kilometer lang und die zu überwindenden kurzen Steigungen sind nicht sehr anstrengend: Perfekt, um unsere Radreise ganz geruhsam zu beenden, vor allem nach der anspruchsvollen Strecke des Vortages.

Nachdem wir durch die Unterführung des Staudamms und über den Tiber gefahren sind, biegen wir bei Kilometer 1,2 rechts auf die staatliche Landstraße SS448 ab, auf der wegen des Verkehrs besondere Vorsicht geboten ist.

Bei Kilometer 3,1 wenden wir uns nach rechts in Richtung Orvieto, biegen gleich nach Überquerung der Autobahnbrücke über der A1 mit einer 180°-Wendung erneut rechts ab und schlagen einen recht holprigen unbefestigten Weg ein. Bei Kilometer 4,1 durchqueren wir eine kleine Furt und müssen sofort anschließend einen kurzen, aber sehr harten und aufgrund des unebenen Untergrundes schwierigen Anstieg bewältigen: Die weniger trainierten Radler werden diesen Abschnitt zu Fuß zurücklegen müssen. Die Steigung endet bei Kilometer 4,7 und der unbefestigte Weg mündet jetzt wieder in die Provinzstraße nach Baschi ein. Wer den schwierigen Abschnitt bei Kilometer 3,1 vermeiden möchte, kann links abbiegen und auf der asphaltierten Straße in Richtung Baschi weiterfahren.

Bei Kilometer 5,8 kommen wir in Baschi an, wo wir über den Platz und dann links bergab radeln. Am Ende der Abfahrt (km 6,2) wenden wir uns erneut nach links, nehmen die asphaltierte Straße und fahren rechts in Richtung Alviano weiter.

Jetzt halten wir uns immer rechts und folgen dem Lauf des Tibers bis Kilometer 13,2, wo wir links in Richtung Naturoase Alviano abbiegen.

Nach 200m wenden wir uns nach links, radeln auf einer steilen Pflasterstraße bergab und folgen den Hinweisschildern zum Radweg. Gleich nach Überquerung der Bahnlinie halten wir uns links und kommen auf den Radweg.

Der Weg verläuft entlang der Bahnlinie und eröffnet uns einen wunderschönen Blick auf das gesamte unterhalb liegende Seegebiet von Alviano; einige anspruchsvolle Abschnitte, besonders bei Kilometer 15,7, erfordern jedoch unsere besondere Aufmerksamkeit.

Am Ende des Radwegs radeln wir auf der asphaltierten Straße geradeaus weiter, bis wir die Kreuzung mit der Hauptstraße (km 17,8) erreichen, wo wir dann links in Richtung Alviano abbiegen.

Bei Kilometer 18,4 kommen wir in Alviano Stazione an, wo unsere lange Radreise endet. Hier kann man entweder rechts abbiegen und über einen steilen Anstieg die eindrucksvolle Burg von Alviano erreichen, oder in Richtung Süden weiterfahren und dem Lauf des Tibers bis zur Grenze mit der Region Latium folgen.




Sehenswertes

Charakteristisches Element dieser letzten Etappe ist die Naturoase Alviano: Das 500 Hektar große Feuchtgebiet entstand durch den Bau eines künstlichen Staudamms im Jahr 1963. 150 verschiedene Arten von Wanderwasservögeln, darunter so seltene Arten wie der Kranich und der Fischadler, wählten den See von Alviano mit seinen Sumpf- und Moorgebieten zu ihrem Fortpflanzungs- und Rastort. Nachdem der Fluss den von rechts einmündenden Paglia aufgenommen hat, gönnt er sich in der Naturoase Alviano eine Ruhepause. Der WWF verwaltet dieses Naturschutzgebiet und legte hier Naturpfade an, um die Flora und Fauna dieses Ortes ganz aus der Nähe beobachten zu können. Ausgezeichnete Beobachtungspunkte sind auch die Birdwatching-Ansitzhütten, von denen man die verschiedenen Vögel, darunter Rohrdommeln, Reiher, Wasserhühner, Fischadler, Rohrweihen, Kormorane und Blässhühner bewundern kann.

Links wird der See von der Burg von Alviano überragt, die Ende des 15. Jh. auf Wunsch des Söldnerführers Bartolomeo d´Alviano errichtet wurde.

Kurz vor Alviano führt die Route durch Baschi, ein Dorf etruskisch-römischen Ursprungs, das von der Höhe eines felsigen Vorsprungs das unterhalb liegende Tal beherrscht. Neben dem charakteristischen historischen Ortskern lohnt sich auch die Besichtigung der Nekropole Fosso San Lorenzo, die in den Gemeinden Montecchio und Baschi liegt: Der auf den Zeitraum zwischen dem 6. und 4. Jh.v.Chr. datierte Komplex mit ca. dreitausend Gräbern erstreckt sich entlang dem Wildbach San Lorenzo, ein kleiner Nebenfluss links vom Tiber. Zur Besichtigung der Nekropole gehört auch der Besuch des Antiquariums Tenaglie (Montecchio), in dem einige komplette Grabausstattungen ausgestellt sind.

Zwischen Baschi und Alviano kann man die Dörfer Montecchio und Guardea erkennen, die auf Hügeln links des Tibers liegen. Bevor der Fluss in Latium eintritt, durchquert er hinter Alviano noch die Gebiete der antiken Dörfer Lugnano in Teverina, Attigliano, Giove, Penna in Teverina und Otricoli, die über eine reiche Geschichte und großen Charme verfügen.


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