Technische Daten
Abfahrt: Monte Fumaiolo
Ankunft: Pieve Santo Stefano
Länge: 27,5km
Höhenunterschied: 50m
Schwierigkeitsgrad: leicht
Straßenbelag: Asphalt
Empfohlenes Rad: Tourenrad, MTB
Die erste Etappe dieser faszinierenden Reise auf zwei Rädern
entlang dem Fluss Tiber beginnt natürlich an den Quellen des Monte
Fumaiolo in der Region Emilia Romagna. Die Quellen können mit
einem ca. 600 Meter langen Spaziergang durch einen dichten
Buchenwald zu Fuß erreicht werden und sind ein unvergessliches
Erlebnis, das Sie sich vor der Fahrt entlang dem Tiber nicht entgehen
lassen sollten.
Die erste Etappe ist die einzige, die vollständig auf Asphaltstraßen verläuft.
Da sie fast immer bergab führt, ist sie sicherlich die leichteste Teilstrecke der
ganzen Route. Sie kann sowohl mit einem Straßenrad als auch mit einem MTB
oder einem Tourenrad zurückgelegt werden und erfordert keine besondere
Trainingsvorbereitung, da der einzige Abschnitt, bei dem man etwas in die Pedale
treten muss, der ist, der von Valsavignone nach Pieve Santo Stefano führt.
Notwendig ist nur etwas Aufmerksamkeit und Fahrpraxis, um die ersten Kurven der
Abfahrt vom Monte Fumaiolo zu bewältigen, denn das Gefälle ist beachtlich und die
Straße ziemlich eng.
Nach dem Start vom Monte Fumaiolo auf 1.400m Höhe radeln wir bergab auf
einer kurvigen Straße, die neben dem Flusslauf des Tibers (der hier nur ein kleiner
Bergbach ist) verläuft und uns zum Thermalort Balze bringt, den wir bei Kilometer
3.1 erreichen.
Hier wenden wir uns nach rechts und radeln auf einer breiter werdenden Straße,
von der man wunderschöne Ausblicke auf die umliegenden Täler genießen kann,
weiter abwärts, wobei wir durch faszinierende Calanchi-Landschaften kommen (eine
durch Erosion tief zerklüftete Landschaft, A.d.Ü.). Bei Kilometer 10,7 erreichen wir Le
Ville, wo wir links in Richtung Pieve Santo Stefano abbiegen. Auf den nächsten drei
Kilometern, die zur Auffahrt der E45 führen, ist aufgrund des Verkehrs besondere
Vorsicht nötig. Bei Kilometer 13,2 fahren wir auf der Höhe der Auffahrt zur E45
zunächst geradeaus, dann links in Richtung Canili und kommen jetzt in toskanisches
Territorium. Die Straße ist hier völlig verkehrsfrei und deshalb ideal zum Radeln,
erfordert jedoch etwas Vorsicht aufgrund der mangelnden Instandhaltung und des
ausgesprochen unebenen Straßenbelags.
Die Route führt weiter bergab bis nach Valsavignone, von wo wir auf der alten
Provinzstraße SP137 immer Richtung Pieve Santo Stefano fahren, ohne Verkehr zu
begegnen. Bei Kilometer 27,5 kommen wir in der Ortschaft Pieve Santo Stefano an,
die vom Ortsschild als „Stadt des Tagebuches“ angekündigt wird. Hier endet die
leichte Strecke der ersten Etappe.
Sehenswertes
Absolut sehenswert sind nicht nur die
Naturschätze des Monte Fumaiolo,
wo der Fluss inmitten eines dichten
Buchenwaldes entspringt, sondern
auch das gesamte Gebiet des
toskanisch-emilianischen Apennins.
Hier bei den Quellen wurde in den
dreißiger Jahren eine Marmorsäule
errichtet, die von einem Adler
überragt wird und den Fluss preist.
Auf der Säule ist der folgende, dem
Fluss gewidmete Satz zu lesen:
„Hier entspringt der für die Geschicke
Roms heilige Fluss“.
Nach der Ankunft in Pieve Santo
Stefano lohnt sich eine ausführliche
Besichtigung des historischen
Ortskerns dieses Städtchens,
das sich in der ersten vom Fluss
gebildeten Mulde erhebt und auch
„Stadt des Tagebuches“ genannt
wird. Sehenswert ist die antike
Kollegiatkirche Santo Stefano aus
dem 12. Jh., die Wallfahrtskirche
Madonna dei Lumi, der Palazzo
Comunale und der Palazzo dei Lumi.
Gleich außerhalb der Altstadt kann
man den kleinen Tempel Colledestro
besichtigen, erreichbar mit einem
schönen Spaziergang entlang dem
Fluss, und die Einsiedelei Cerbaiolo,
die im 8. Jh. als benediktinisches
Kloster entstand. Das heutige
Aussehen des Komplexes hat große
Ähnlichkeit mit dem franziskanischen
Wallfahrtsort La Verna, der weiter
nördlich zwischen Valtiberina und
Casentino liegt und den Mittelpunkt
der franziskanischen Spiritualität
darstellt.