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Etappe 08


von Scheggino nach Piediluco
Scheggino, Ferentillo, Arrone, Valnerina, Piediluco

Technische Daten

Abfahrt: Scheggino
Ankunft: Piediluco
Länge: 31km
Höhenunterschied: 350m
Schwierigkeitsgrad: mittel
Straßenbelag: Asphalt
Empfohlenes Rad: Straßenrad, Tourenrad
Sehenswertes in dieser Gegend: Scheggino, Ferentillo, Arrone, Valnerina, Piediluco, Abtei San Pietro in Valle.

Die letzte Etappe dieser Radreise verläuft kilometerlang neben dem Fluss Nera, bevor sie sich zum Pass Forca di Arrone hochschlängelt und dann bergab nach Piediluco führt, der letzte umbrische Ort auf der Via Francigena des hl. Franziskus.

Diese Route ist nicht sehr lang und der einzige anspruchsvolle Streckenabschnitt ist der Anstieg zum Pass Forca di Arrone. Obwohl dieser Anstieg nicht schwierig ist, erfordert er eine gewisse Vorsicht, auch in Anbetracht der Mühen, die in den vorhergehenden Tagen zu überstehen waren.

Die ersten 18 Kilometer der Radtour verlaufen in der Ebene auf der Straße der Valnerina; wer mit einem Tourenrad oder MTB unterwegs ist, kann hier den Verkehr der asphaltierten Straße vermeiden und auf dem unbefestigten Weg radeln, der auf der anderen Uferseite entlang dem Fluss Nera ebenfalls bis nach Arrone führt.

Bei Kilometer 13,5 durchqueren wir das Dorf Ferentillo und radeln geradeaus am Nera entlang bis nach Arrone, wo wir bei Kilometer 18,5 ankommen, nachdem wir die Hauptstraße verlassen haben und links abgebogen sind.

In Arrone, eine antike Burg, deren Ursprünge bis auf das 9. Jh. zurückgehen, beginnt der 6km lange Anstieg zum 509m hoch gelegenen Pass Forca di Arrone, von dem man das gesamte unterhalb liegende Tal überblicken und seinen Blick über die in Latium liegenden Berge und Wälder schweifen lassen kann.

Wir erreichen den Pass bei Kilometer 25 und nach dieser letzten Anstrengung müssen wir nur noch die restlichen 6 Kilometer, die teils bergab und teils in der Ebene verlaufen, bis zu den Ufern des Piediluco-Sees zurücklegen.

Bei Kilometer 28,7 biegen wir rechts nach Piediluco ab. Wenn wir dagegen die Radreise fortsetzen und durch die Region Latium bis nach Rom fahren wollen, müssen wir links in Richtung Labro abbiegen, der erste Ort jenseits der Grenze.

Ansonsten erreichen wir bei Kilometer 31 Piediluco, die letzte bezaubernde Etappe unserer Radreise auf den Spuren des hl. Franziskus.




Sehenswertes

Diese letzte Etappe bindet zahlreiche ausgesprochen interessante kleine Ortschaften ein.

Der erste Ort, durch den die Strecke führt, ist Ceselli. Sehenswert ist das mittelalterliche Dorf Ferentillo, das vom Fluss Nera in die zwei Stadtteile Precetto und Matterella unterteilt wird. Neben dem historischen Ortskern sollte man sich unbedingt das Museum der Mumien anschauen. Ebenfalls lohnenswert ist der Besuch der nur wenige Kilometer von Ferentillo entfernt liegenden Abtei San Pietro in Valle, eines der interessantesten Zeugnisse des Mittelalters.

Anschließend kommt man nach Arrone, ein kleines befestigtes Dorf auf einem felsigen Ausläufer links des Flusses Nera: Besichtigen kann man hier die Ruinen der Burg, die Kirche San Giovanni Battista, die Kirche Santa Maria sowie die Kirche und das ehemalige Kloster San Francesco. In der Umgebung lohnt sich die Besichtigung der Kirche San Nicola in Casteldilago und der Wallfahrtskirche Madonna dello Scoglio.

Mit dem „Exkursionszentrum – MTBSchule“ ist Arrone der ideale Ort für alle Sporttourismus-Liebhaber. Neben dem Radsport besteht hier auch die Möglichkeit für Rafting, Wildbach fahren und Canyoning.

Unsere Radreise endet, bevor die Route dann in Latium weitergeht, in der Ortschaft Piediluco, durch die der hl. Franziskus im Jahr 1208 kam und in der er eine Rast einlegte. Im Gedenken an seine Durchreise wurde die im Jahr 1338 fertig gestellte und ihm gewidmete Kirche erbaut, in der Fresken mit den Franziskanischen Heiligen und ein Kreuz aus dem 15. Jh. zu sehen sind. Bekannt ist dieses Gebiet jedoch hauptsächlich für seine landschaftlichen Schönheiten: Der Piediluco-See und der Marmore- Wasserfall, der im Jahr 290 v. Chr. auf Wunsch des römischen Konsuls Curio Dentato angelegt wurde und das Wasser des Velino mit einer Fallhöhe von 165m in den unterhalb fließenden Fluss Nera leitet.


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