Technische Daten
Abfahrt: Scheggino
Ankunft: Piediluco
Länge: 31km
Höhenunterschied: 350m
Schwierigkeitsgrad: mittel
Straßenbelag: Asphalt
Empfohlenes Rad: Straßenrad, Tourenrad
Sehenswertes in dieser Gegend: Scheggino, Ferentillo, Arrone, Valnerina, Piediluco, Abtei San Pietro in Valle.
Die letzte Etappe dieser Radreise verläuft kilometerlang neben dem
Fluss Nera, bevor sie sich zum Pass Forca di Arrone hochschlängelt
und dann bergab nach Piediluco führt, der letzte umbrische Ort auf
der Via Francigena des hl. Franziskus.
Diese Route ist nicht sehr lang und der einzige anspruchsvolle Streckenabschnitt
ist der Anstieg zum Pass Forca di Arrone. Obwohl dieser Anstieg nicht schwierig
ist, erfordert er eine gewisse Vorsicht, auch in Anbetracht der Mühen, die in den
vorhergehenden Tagen zu überstehen waren.
Die ersten 18 Kilometer der Radtour verlaufen in der Ebene auf der Straße der
Valnerina; wer mit einem Tourenrad oder MTB unterwegs ist, kann hier den Verkehr
der asphaltierten Straße vermeiden und auf dem unbefestigten Weg radeln, der auf
der anderen Uferseite entlang dem Fluss Nera ebenfalls bis nach Arrone führt.
Bei Kilometer 13,5 durchqueren wir das Dorf Ferentillo und radeln geradeaus am
Nera entlang bis nach Arrone, wo wir bei Kilometer 18,5 ankommen, nachdem wir
die Hauptstraße verlassen haben und links abgebogen sind.
In Arrone, eine antike Burg, deren Ursprünge bis auf das 9. Jh. zurückgehen, beginnt der 6km lange Anstieg zum 509m hoch gelegenen Pass Forca di Arrone, von dem
man das gesamte unterhalb liegende Tal überblicken und seinen Blick über die in
Latium liegenden Berge und Wälder schweifen lassen kann.
Wir erreichen den Pass bei Kilometer 25 und nach dieser letzten Anstrengung
müssen wir nur noch die restlichen 6 Kilometer, die teils bergab und teils in der
Ebene verlaufen, bis zu den Ufern des Piediluco-Sees zurücklegen.
Bei Kilometer 28,7 biegen wir rechts nach Piediluco ab. Wenn wir dagegen die
Radreise fortsetzen und durch die Region Latium bis nach Rom fahren wollen,
müssen wir links in Richtung Labro abbiegen, der erste Ort jenseits der Grenze.
Ansonsten erreichen wir bei Kilometer 31 Piediluco, die letzte bezaubernde Etappe
unserer Radreise auf den Spuren des hl. Franziskus.
Sehenswertes
Diese letzte Etappe bindet zahlreiche
ausgesprochen interessante kleine
Ortschaften ein.
Der erste Ort, durch den die Strecke
führt, ist Ceselli. Sehenswert ist das
mittelalterliche Dorf Ferentillo, das
vom Fluss Nera in die zwei Stadtteile
Precetto und Matterella unterteilt
wird. Neben dem historischen
Ortskern sollte man sich unbedingt
das Museum der Mumien anschauen.
Ebenfalls lohnenswert ist der
Besuch der nur wenige Kilometer
von Ferentillo entfernt liegenden
Abtei San Pietro in Valle, eines der
interessantesten Zeugnisse des
Mittelalters.
Anschließend kommt man nach
Arrone, ein kleines befestigtes Dorf
auf einem felsigen Ausläufer links des
Flusses Nera: Besichtigen kann man
hier die Ruinen der Burg, die Kirche
San Giovanni Battista, die Kirche
Santa Maria sowie die Kirche und das
ehemalige Kloster San Francesco.
In der Umgebung lohnt sich die
Besichtigung der Kirche San Nicola in
Casteldilago und der Wallfahrtskirche
Madonna dello Scoglio.
Mit dem „Exkursionszentrum – MTBSchule“
ist Arrone der ideale Ort
für alle Sporttourismus-Liebhaber.
Neben dem Radsport besteht hier
auch die Möglichkeit für Rafting,
Wildbach fahren und Canyoning.
Unsere Radreise endet, bevor die
Route dann in Latium weitergeht,
in der Ortschaft Piediluco, durch die
der hl. Franziskus im Jahr 1208 kam
und in der er eine Rast einlegte. Im
Gedenken an seine Durchreise wurde
die im Jahr 1338 fertig gestellte und
ihm gewidmete Kirche erbaut, in der
Fresken mit den Franziskanischen
Heiligen und ein Kreuz aus dem 15.
Jh. zu sehen sind. Bekannt ist dieses
Gebiet jedoch hauptsächlich für seine
landschaftlichen Schönheiten: Der
Piediluco-See und der Marmore-
Wasserfall, der im Jahr 290 v. Chr.
auf Wunsch des römischen Konsuls
Curio Dentato angelegt wurde und
das Wasser des Velino mit einer
Fallhöhe von 165m in den unterhalb
fließenden Fluss Nera leitet.