Technische Daten
Abfahrt: Perugia (Piazza IV Novembre)
Ankunft: Assisi (Piazza del Municipio)
Länge: 29,7km
Höhenunterschied: 360m
Schwierigkeitsgrad: mittel-leicht
Straßenbelag: Asphalt
Empfohlenes Rad: Straßenrad, Tourenrad
Sehenswertes in dieser Gegend: Perugia, Santa Maria degli Angeli, Assisi, Einsiedelei “Eremo delle Carceri”.
Die vierte Etappe ist eine der wichtigsten und eindrucksvollsten
Routen dieser Radreise und führt von Perugia bis nach Assisi, der
Stadt des hl. Franziskus.
Nach den Mühen der vorhergehenden Etappen, die zu den schwierigsten der
ganzen Radtour gehören, ist diese recht kurze Strecke ohne signifikante Steigungen
eine gute Gelegenheit, wieder etwas Energie zu tanken.
Der einzige Aspekt, der etwas mehr Aufmerksamkeit verlangt, ist der Verkehr
sowohl beim Verlassen der Altstadt von Perugia, als auch bei der Ankunft in Santa
Maria degli Angeli, von wo es dann bergauf nach Assisi geht. Schon ab den ersten
Etappenkilometern zeichnet sich das unverwechselbare Profil Assisis am Fuß des
Monte Subasios ab.
Wir starten von der zentral gelegenen Piazza IV Novembre im Herzen Perugias und
fahren von hier die Via Bartolo und die Via Pinturicchio hinunter. Bei Kilometer 0,8
biegen wir links ab und radeln in Richtung Ponte San Giovanni weiter. Bei Kilometer
2,8 geben wir die Hinweisschilder für die Via Francigena des hl. Franziskus auf,
fahren geradeaus nach Casaglia und beginnen die steile Abfahrt bis nach Ponte
Valleceppi, von wo wir dann bis Civitella D´Arna ein Stück der Etappe Nr. 3 in
umgekehrter Richtung zurücklegen.
Wir biegen bei Kilometer 10,4 rechts in Richtung Sant´Egidio ab und bleiben einige
Kilometer auf der am Hang des Berges entlangführenden Panoramastraße, die uns
rechter Hand Ausblicke auf Perugia und linker Hand auf den Monte Subasio und
Assisi bietet.
Nachdem wir hinter Sant´Egidio links in Richtung Flughafen abgebogen sind, radeln
wir immer weiter durch flaches Gebiet und kommen durch die Ortschaften Bastiola
und Bastia. Bei Kilometer 25 erreichen wir den Ort Santa Maria degli Angeli, dessen
Kirche die geliebte kleine Portiunkula-Kapelle beherbergt. Jetzt beginnt der Anstieg
zur Stadtmitte von Assisi, das Ziel dieser Etappe. Es lohnt sich, hier mindestens
einen Tag zu verbringen, um durch die Gassen des Städtchens zu schlendern und
nicht nur die bekannten, sondern auch die weniger bekannten Sehenswürdigkeiten
der Stadt des hl. Franziskus zu erkunden.
Die durchtrainierten Radler können noch die wenigen Kilometer bis zur Einsiedelei
„Eremo delle Carceri“ kurz vor dem Gipfel des Monte Subasios fahren: Die
ausgesprochen eindrucksvolle Einsiedelei bietet herrliche Ausblicke auf das
unterhalb liegende Tal, doch um sie zu erreichen, ist ein einige Kilometer langer
Anstieg mit einer Steigung von über 10% zu bewältigen. Man benötigt also eine
ausgezeichnete Kondition.
Sehenswertes
Die vierte Etappe führt direkt zum
Herzen der franziskanischen Route,
nach Assisi.
Die Stadt, von der UNESCO zum
Weltkulturerbe erklärt, präsentiert
sich mit zahlreichen sehenswerten
Bauwerken. Das bedeutendste ist
natürlich die Basilika San Francesco,
deren Bau im Jahr 1228, also zwei
Jahre nach dem Tod des Heiligen,
begann. Die Kirche ist in zwei Teile
gegliedert, die Oberkirche mit
mittelalterlichen Glasfenstern und
einem in gotischem Stil dekorierten
Innenraum, und die Unterkirche mit
Wand- und Deckengemälden, die von
Künstlern wie Giotto, Martini und
Cimabue angefertigt wurden.
Ein absolutes Muss ist auch die
Besichtigung der Basilika Santa
Chiara, ein in gotischem Stil
errichtetes Gebäude aus dem 13.
Jh.; sie beherbergt sowohl die
Kapelle Sant´Agnese als auch die
Sakraments- und die Kreuzeskapelle.
Sehenswert sind außerdem die
Kirche San Pietro, die Kathedrale
San Rufino, die Neue Kirche, das
Oratorium Francesco Piccolino,
die Kirche Santa Maria Maggiore
sowie die Piazza del Comune mit
dem Palazzo dei Priori, dem Palazzo
del Capitano del Popolo und dem
Minervatempel.
Gleich außerhalb der Stadtmauer ragt
die beeindruckende Rocca Maggiore
hoch über der Stadt empor; sie wurde
1367 von Kardinal Albornoz über der
zuvor bestehenden Struktur (1174)
einer antiken Feudalburg wieder
aufgebaut.
Weiter oben liegt eingebettet im Wald
des Monte Subasios die Einsiedelei
„Eremo delle Carceri“, die von den
Mönchen an dem Ort errichtet wurde,
an den sich Franziskus gewöhnlich
zum Gebet zurückzog. Am Fuß von
Assisi befindet sich dagegen die
Basilika Santa Maria degli Angeli, die
zwischen 1569 und 1679 rund um die
kleine, mit dem Namen Portiunkula
bekannte Kirche errichtet wurde, die
Franziskus als Wohnort gewählt hatte.
Außerdem kann man hier natürlich
die Schönheit der Landschaft, die
sich größtenteils innerhalb des
Regionalparks des Monte Subasios
erstreckt, genießen.