Technische Daten
Abfahrt: Bevagna
Ankunft: Spoleto
Länge: 26,6km
Höhenunterschied: 100m
Schwierigkeitsgrad: leicht
Straßenbelag: Asphalt
Empfohlenes Rad: Straßenrad, Tourenrad, MTB
Sehenswertes in dieser Gegend: Bevagna, Montefalco, Trevi, Pissignano, Clitunno-Quellen, San Giacomo, Spoleto
Die zweite Etappe dieser Radtour startet mitten in Bevagna und
verläuft im Gegensatz zur vorhergehenden fast vollständig auf einem
eigenen schönen Radwanderweg entlang dem Deich der Flüsse
Teverone und Maroggia.
Die Route schlängelt sich vollkommen flach durch die Valle Umbra und bietet
wunderschöne Landschaftsblicke auf Dörfer wie Montefalco, Trevi, Pissignano
und Campello sul Clitunno, von denen einige mit kurzen Abstechern von wenigen
Kilometern leicht zu erreichen sind.
Da diese Radtour eine Streckenlänge von nur 26,6 Kilometern und keinerlei
Steigungen hat, stellt sie auch für Neulinge oder Familien mit Kindern eine gute
Gelegenheit dar, sich den zwei Rädern anzunähern.
Wir starten von der Piazza Silvestri und fahren in Richtung Montefalco aus dem Ort.
Nachdem wir nur für einige Meter auf die Hauptstraße zurückgekehrt sind, biegen
wir bei Kilometer 0,3 links auf den Radwanderweg ab. Jetzt radeln wir bis Kilometer
4,1 am Flussdeich entlang und nachdem wir in der Ortschaft Torre di Montefalco
eine Brücke überquert haben, setzen wir unsere Fahrt auf der anderen Deichseite
fort. Von hier könnte man mit einem kleinen, 4 Kilometer bergauf führenden
Abstecher Montefalco erreichen.
Zwischen angebauten Feldern und edlen Weinbergen radeln wir weiter durch
flaches Gebiet und müssen nur bei der Überquerung einiger Nebenstraßen, denen
wir auf der Strecke begegnen, etwas aufpassen. Bei Kilometer 9,5 gelangen wir
wieder auf die linke Deichseite und fahren abwärts in Richtung Trevi, das man linker
Hand schon zwischen endlos reichenden Olivenhainen auf einem Hügel erkennen
kann.
Bei Kilometer 11,7 ist bei einer Überquerung mit schlechter Sicht besondere Vorsicht
geboten und von hier geht es dann weiter in Richtung Spoleto. Bei Kilometer 13,4
kann man die Etappenstrecke verlassen und mit einem weiteren kurzen Abstecher
von ca. 5 Kilometern Trevi, die Stadt des Olivenöls erreichen.
Wir fahren immer weiter geradeaus, überqueren einige Straßen und lassen die
Dörfer Pissignano und Campello sul Clitunno sowie die faszinierenden Clitunno-
Quellen linker Hand liegen. Bei Kilometer 23 kommen wir in der Nähe von San
Giacomo wieder auf die Straße, überqueren den Fluss und nehmen dann erneut
den Radweg in Richtung Spoleto, das man mit dem unverwechselbaren, die Stadt
überragenden Profil der Rocca Albornoz in der Ferne schon deutlich erkennen kann.
Bei Kilometer 26,6 kommen wir in Pontebari an, wo der Radwanderweg endet: Von
hier fahren wir auf der normalen Straße weiter, biegen links ab und erreichen nach
ca. 3 Kilometern, bei denen man wegen des Verkehrs sehr aufpassen muss, die
Stadtmitte von Spoleto.
Sehenswertes
Nicht weit weg von Bevagna,
Abfahrtsort der Etappe, liegt die
Ortschaft Montefalco, die für den
Sagrantino Wein berühmt ist und
wegen ihrer großartigen Ausblicke
den Beinamen „Aussichtsterrasse
Umbriens“ erhielt. Sehenswerte
Gebäude sind die Kirche San
Francesco, die zwischen 1335 und
1338 von den Minoritenbrüdern
errichtet wurde und heute ein
Museum ist, die Pinakothek mit
Werken von Francesco Melanzio
und Antoniazzo Romano und mit
Gemälden der umbrischen Schule
aus der Zeit zwischen dem 14. und
18. Jahrhundert sowie die Krypta,
die archäologische Fundstücke und
weitere Skulpturen und Fragmente
aus verschiedenen Epochen
beherbergt.
Die Ortschaft ist von einem
Mauergürtel aus dem 13. Jh.
umschlossen und wird von der
Kirche Sant´Agostino beherrscht, die
zusammen mit dem Kloster in der
zweiten Hälfte des 13. Jh. gebaut
wurde.
Die Strecke streift auch Trevi, ein
zwischen Olivenhainen eingebettetes
Örtchen, in dem noch römische und
mittelalterliche Zeugnisse erhalten
sind. Ausgesprochen interessante
Kirchengebäude sind die Kirche
Sant´Emiliano (12. Jh.), die Kirche
Madonna delle Lacrime und die
Kirche San Francesco. Im Palazzo
Comunale aus dem 15. Jh. kann man
die Pinakothek besichtigen.
Zwischen Trevi und Campello
befinden sich die Clitunno-Quellen,
ein wahres Naturjuwel dieser
Gegend: Die zahlreichen, schon in
romanischer Zeit berühmten Quellen
bilden einen kleinen See, aus dem
das Flüsschen Clitunno entspringt.
Ganz in der Nähe steht der kleine
Clitunno-Tempel (oder Kirche San
Salvatore), ein antikes Gebäude aus
vorchristlicher Zeit.
Die Etappe endet schließlich gleich
außerhalb von Spoleto, eines der
schönsten Städtchen in Mittelitalien,
in dem sowohl deutliche Spuren
der römischen Zeit als auch die
mittelalterliche Struktur erhalten
geblieben sind. Das bedeutendste
Monument der „Stadt der zwei
Welten“ ist der Dom, doch interessant
sind auch die Kirche Sant´Eufemia,
die Kirche Santi Giovanni e Paolo,
die Abtei San Ponziano, die Kirche
San Domenico, die Kirche San Nicolò
sowie der Palazzo Comunale.
Besichtigen sollte man außerdem
die Kirche San Paolo Inter Vineas
(10. Jh.), in der ein bedeutender
Freskenzyklus aus dem Jahr 1200 zu
sehen ist, und die im 5. Jh. gebaute
Kirche San Pietro mit ihrer prächtigen
romanischen, aus Stein gehauenen
Fassade, die mit einzigartigen
Basreliefs geschmückt ist.
Über der Stadt ragt die imposante
Rocca Albornoz empor, mit deren
Bau im Jahr 1352 begonnen wurde.