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Etappe 02


von Bevagna nach Spoleto
Bevagna, Montefalco, Trevi, Pissignano, Clitunno-Quellen, San Giacomo, Spoleto

Technische Daten

Abfahrt: Bevagna
Ankunft: Spoleto
Länge: 26,6km
Höhenunterschied: 100m
Schwierigkeitsgrad: leicht
Straßenbelag: Asphalt
Empfohlenes Rad: Straßenrad, Tourenrad, MTB
Sehenswertes in dieser Gegend: Bevagna, Montefalco, Trevi, Pissignano, Clitunno-Quellen, San Giacomo, Spoleto

Die zweite Etappe dieser Radtour startet mitten in Bevagna und verläuft im Gegensatz zur vorhergehenden fast vollständig auf einem eigenen schönen Radwanderweg entlang dem Deich der Flüsse Teverone und Maroggia.

Die Route schlängelt sich vollkommen flach durch die Valle Umbra und bietet wunderschöne Landschaftsblicke auf Dörfer wie Montefalco, Trevi, Pissignano und Campello sul Clitunno, von denen einige mit kurzen Abstechern von wenigen Kilometern leicht zu erreichen sind.

Da diese Radtour eine Streckenlänge von nur 26,6 Kilometern und keinerlei Steigungen hat, stellt sie auch für Neulinge oder Familien mit Kindern eine gute Gelegenheit dar, sich den zwei Rädern anzunähern.

Wir starten von der Piazza Silvestri und fahren in Richtung Montefalco aus dem Ort. Nachdem wir nur für einige Meter auf die Hauptstraße zurückgekehrt sind, biegen wir bei Kilometer 0,3 links auf den Radwanderweg ab. Jetzt radeln wir bis Kilometer 4,1 am Flussdeich entlang und nachdem wir in der Ortschaft Torre di Montefalco eine Brücke überquert haben, setzen wir unsere Fahrt auf der anderen Deichseite fort. Von hier könnte man mit einem kleinen, 4 Kilometer bergauf führenden Abstecher Montefalco erreichen.

Zwischen angebauten Feldern und edlen Weinbergen radeln wir weiter durch flaches Gebiet und müssen nur bei der Überquerung einiger Nebenstraßen, denen wir auf der Strecke begegnen, etwas aufpassen. Bei Kilometer 9,5 gelangen wir wieder auf die linke Deichseite und fahren abwärts in Richtung Trevi, das man linker Hand schon zwischen endlos reichenden Olivenhainen auf einem Hügel erkennen kann.

Bei Kilometer 11,7 ist bei einer Überquerung mit schlechter Sicht besondere Vorsicht geboten und von hier geht es dann weiter in Richtung Spoleto. Bei Kilometer 13,4 kann man die Etappenstrecke verlassen und mit einem weiteren kurzen Abstecher von ca. 5 Kilometern Trevi, die Stadt des Olivenöls erreichen.

Wir fahren immer weiter geradeaus, überqueren einige Straßen und lassen die Dörfer Pissignano und Campello sul Clitunno sowie die faszinierenden Clitunno- Quellen linker Hand liegen. Bei Kilometer 23 kommen wir in der Nähe von San Giacomo wieder auf die Straße, überqueren den Fluss und nehmen dann erneut den Radweg in Richtung Spoleto, das man mit dem unverwechselbaren, die Stadt überragenden Profil der Rocca Albornoz in der Ferne schon deutlich erkennen kann.

Bei Kilometer 26,6 kommen wir in Pontebari an, wo der Radwanderweg endet: Von hier fahren wir auf der normalen Straße weiter, biegen links ab und erreichen nach ca. 3 Kilometern, bei denen man wegen des Verkehrs sehr aufpassen muss, die Stadtmitte von Spoleto.




Sehenswertes

Nicht weit weg von Bevagna, Abfahrtsort der Etappe, liegt die Ortschaft Montefalco, die für den Sagrantino Wein berühmt ist und wegen ihrer großartigen Ausblicke den Beinamen „Aussichtsterrasse Umbriens“ erhielt. Sehenswerte Gebäude sind die Kirche San Francesco, die zwischen 1335 und 1338 von den Minoritenbrüdern errichtet wurde und heute ein Museum ist, die Pinakothek mit Werken von Francesco Melanzio und Antoniazzo Romano und mit Gemälden der umbrischen Schule aus der Zeit zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert sowie die Krypta, die archäologische Fundstücke und weitere Skulpturen und Fragmente aus verschiedenen Epochen beherbergt.

Die Ortschaft ist von einem Mauergürtel aus dem 13. Jh. umschlossen und wird von der Kirche Sant´Agostino beherrscht, die zusammen mit dem Kloster in der zweiten Hälfte des 13. Jh. gebaut wurde.

Die Strecke streift auch Trevi, ein zwischen Olivenhainen eingebettetes Örtchen, in dem noch römische und mittelalterliche Zeugnisse erhalten sind. Ausgesprochen interessante Kirchengebäude sind die Kirche Sant´Emiliano (12. Jh.), die Kirche Madonna delle Lacrime und die Kirche San Francesco. Im Palazzo Comunale aus dem 15. Jh. kann man die Pinakothek besichtigen. Zwischen Trevi und Campello befinden sich die Clitunno-Quellen, ein wahres Naturjuwel dieser Gegend: Die zahlreichen, schon in romanischer Zeit berühmten Quellen bilden einen kleinen See, aus dem das Flüsschen Clitunno entspringt. Ganz in der Nähe steht der kleine Clitunno-Tempel (oder Kirche San Salvatore), ein antikes Gebäude aus vorchristlicher Zeit.

Die Etappe endet schließlich gleich außerhalb von Spoleto, eines der schönsten Städtchen in Mittelitalien, in dem sowohl deutliche Spuren der römischen Zeit als auch die mittelalterliche Struktur erhalten geblieben sind. Das bedeutendste Monument der „Stadt der zwei Welten“ ist der Dom, doch interessant sind auch die Kirche Sant´Eufemia, die Kirche Santi Giovanni e Paolo, die Abtei San Ponziano, die Kirche San Domenico, die Kirche San Nicolò sowie der Palazzo Comunale.

Besichtigen sollte man außerdem die Kirche San Paolo Inter Vineas (10. Jh.), in der ein bedeutender Freskenzyklus aus dem Jahr 1200 zu sehen ist, und die im 5. Jh. gebaute Kirche San Pietro mit ihrer prächtigen romanischen, aus Stein gehauenen Fassade, die mit einzigartigen Basreliefs geschmückt ist. Über der Stadt ragt die imposante Rocca Albornoz empor, mit deren Bau im Jahr 1352 begonnen wurde.


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